MAHLZEIT. Ich / Ess / Kunst

 


 

Konzept:

 

Essen ist von existenzieller Bedeutung für den Menschen. Es ist ein grundlegendes Thema der Menschheit und somit auch ein inhaltlich weitgespanntes Feld für die Kunst. Nahrung sagt viel aus über kulturelle, wirtschaftliche, politische, soziale, religiöse und nationale Weltanschauungen, sie spiegelt die Lebensweisen und Verhältnisse von Menschen wider.

Dies gab uns Anlass, Kulinarisches zum Thema zu nehmen und verschiedene Aspekte künstlerisch umzusetzen.

Die entstandenen Arbeiten aus den Bereichen Graphik, Malerei, Bildhauerei und Fotografie bilden den Kern und einen eigenständigen Bestandteil des hier vorgestellten Projekts im Rahmen der Ausstellung „MAHLZEIT. Ich/ Ess / Kunst“, die sich mit dem Thema Nahrung inhaltlich und in zeitgemäßer Weise auseinandersetzt.

Das Konzept „MAHLZEIT. Ich / Ess / Kunst“ geht jedoch noch weiter:

Neben der Ausstellung möchten wir mit den Ausstellungspartnern gemeinsam vor Ort ein Kunst- und Kulturprojekt rund um das Thema Nahrung und Essen entwickeln.

Angebote, Vorschläge und Ideen hierzu werden von uns skizziert. Diesen Teil unseres Konzeptes sehen wir als Ideenpool, in dem unsere Ausstellung und eine aktuelle Auseinandersetzung mit den Themen Nahrung und Kunst sinnvoll miteinander verbunden werden.

Unser Anliegen ist, örtliche Besonderheiten und Themen mit einzubeziehen und so die Möglichkeit zur Teilnahme für Initiativen und interessierte Personen an dem Projekt zu schaffen.

Das Projekt bietet demnach eine Verbindung von Kunstbetrachtung, Diskussion, Workshop, Interaktion und Raum für Initiative.

 

Beispiel Künstlerbuch „Rezepte“

Diese Gemeinschaftsarbeit von Margit Rusert und Christine Vennemann enthält zwölf reich bebilderte Rezepte. Entstanden ist ein Künstler- und Rezeptbuch mit aktuellen Themen rund um das Thema Nahrung.

Angefangen vom TTIp, besser bekannt als Freihandelsabkommen, bis hin zum Kochen mit künstlichen Aromen und Geschmacksstoffen werden hier verschiedene Aspekte der industriellen und globalisierten Nahrungsmittelproduktion in Zutaten eingeteilt und illustriert durchgegart und serviert.

 

Rezeptbeispiel:

Rezept aus der Geheimküche  des Freihandelsabkommens (TTIP)    


Man nehme:    
1 kg Erleichterung der Handelsströme weltweit durch Angleichung von unterschiedlichen Standards in der Nahrungsmittelproduktion  
1 Port. Hormonfleisch 
250 g Genetisch verändertes Soja, sowie Mais und Kartoffeln 
¼ Chlorhähnchen 
3 El Aussicht auf höhere Exporteinnahmen und Sicherung von Arbeitsplätzen  


Nicht deklarierte frei erhältliche Zutaten in diversen Gerichten gut verstecken und Langzeitergebnisse abwarten.